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Die Evangelisch - Lutherische Kirchengemeinde Eisfeld

Seien sie herzlich willkommen im „Schaufenster der Evangelischen Kirchengemeinde Eisfeld!“

Wir freuen uns über ihr Interesse und hoffen, dass sie hier die notwendigen Informationen finden, alle Adressen und Nummern zur Anmeldung von Kasualien, wie Taufe, Konfirmation, Hochzeit oder Ehejubiläen etc., sowie unsere Bankverbindung. Bei uns können sie auch wieder in die Kirche eintreten. Wir haben Möglichkeiten, sie in Krisen zu begleiten. Wir tun dies in der Nachfolge unseres Herrn Jesus Christus. Er kam in die Welt und hat sich den Menschen zugewandt.

Wer wir sind, ganz kurz:

Zur evangelischen Kirchengemeinde Eisfeld gehören  1.288 Gemeindeglieder. Sie wohnen in der Stadt Eisfeld mit ca. 7.600 Einwohnern und in den beiden  Orten Heid und Herbartswind. In der eingegliederten Kirchgemeinde Harras gibt es 268 Gemeindeglieder.

Eisfeld ist die zweitgrößte Stadt des Landkreis Hildburghausen im fränkisch geprägten Süden Thüringens. Das Zentrum der Kirchgemeinde bilden die das Stadtbild prägende spätgotische Dreifaltigkeitskirche, sowie das Eisfelder Pfarrhaus. Dieses wird als eines der imposantesten Fachwerkbauten Südthüringens bezeichnet. Dort gibt es Woche für Woche attraktive Gottesdienste und Gemeindeveranstaltungen. Fünf hauptamtliche und mehrere Duzend ehrenamtliche Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter stehen zur Verfügung. Die Kirchengemeinde Eisfeld hat eine lange Tradition. Sie hat eine über 1.200jährige Geschichte.  

„Blättern und klicken“ sie sich durch unsere Kirchgemeinde!


Aus der Eisfelder Kirchen- und Stadtgeschichte:


Hier einige Sternstunden und herausragende Persönlichkeiten aus der über 1.200 jährigen Geschichte der Eisfelder Kirchengemeinde 

Im Jahre 802 wird Eisfeld erstmals als Siedlung Asifelden in der sog. Erphourkunde des Klosters Fulda erwähnt. Daraus geht hervor, dass die Grafen Erpho und Asis dem Heiligen Bonifatius, dem sog. Missionar der Deutschen, Güter schenkten. Im Jahr 1235 wird Eisfeld in einer Urkunde für das Kloster Vessra als Urpfarrei erwähnt.

1316 wird Eisfeld erstmals als Stadt erwähnt und ist seit dem Spätmittelalter einer der Marktorte an einer  alten Handelsstraße, der sog. "Salzstraße" , die von Venedig über Augsburg, Nürnberg nach Erfurt führt.

1488 initiiert Kilian von Bibra, Dompropst von Würzburg und gleichzeitig Pfarrer in Eisfeld, den Erweiterungsbau der Kirche. Dieser konnte 1535 abgeschlossen und ist bis heute in dieser Form erhalten geblieben.


Dr. Ulrich von Dinstedt, der letzte römisch-katholische und nach seinem Übertritt zum protestantischen Lager auch erster evangelischer Pfarrer in Eisfeld ist 1525 verstorben.

Cenotaph im Altarraum der Kirche

 

 

 

Jonas und Kindt auf der Gedenktafel von 1565 an der Kirchenruine auf dem Alten Friedhof.

 

 

 1525 war durch Dr. Nikolaus Kindt, der 24  Jahre in der Stadt und im Amt Eisfeld tätig war,  die Reformation eingeführt worden. Von 1553 - 1555 lebte  Dr. Justus Jonas, ein enger Freund Martin Luthers, in Eisfeld und wirkte als Pfarrer und Superintendent. Eisfeld galt damals als eine der reich dotiertesten Pfründe. Eine Gedenktafel ziert die Kirchenruine auf dem sog. Alten Friedhof.
 Ein Sohn der Stadt war Georg Rhau (auch Rhaw), 1488 - 1548. Er wurde einer der Komponisten und Buchdrucker der Reformation.Seine Musikdrucke gehören zu den bedeutendsten musikalischen Publikationen der Reformation. Er war 1518 - 1520 Thomaskantor in Leipzig, sowie Schulmeister in Eisleben und Hildburghausen. Bis zu seinem Tode betrieb er eine Buchdruckerei in Wittenberg. Von ihm sind außerdem zwei Musiklehrbücher für den Schulgebrauch erhalten.

 

Georg Rhaw

 

 

   Am Eingang ins Pfarrhaus Nr. 9 gibt es eine Gedenktafel für den Eisfelder Superintendenten und Pfarrer Johann Werner Krauß. Er war ein bedeutender Historiker. Er verfasste um 1754 eines der umfangreichsten historischen Werke Südthüringens, die“ Beyträge zur Erläuterung der Hochfürstl. Sachsen-Hildburghäusischen Kirchen- Schul- und Landes-Historie.“ 

 

Mit der Trennung von Coburg und Sachsen - Gotha - Meiningen im Jahre 1920 verlor Eisfeld an Bedeutung.

Nach der Gründung der DDR im Jahre 1948 wurde der Ort Heid in Eisfeld eingepfarrt. Er gehörte vorher zum benachbarten Rottenbach in Bayern. Die DDR Grenze machte diesen Schritt notwendig. Eisfeld befand sich bis 1970 im sog. Sperrgebiet entlang der Staatsgrenze der DDR. Erst danach war eine visumsfreie Zufahrt nach Eisfeld möglich. Um in die Orte Heid und Herbartswind zu kommen, musste bis 1989 immer ein Visum beantragt werden.  

Bis 1998 war Eisfeld Sitz der gleichnamigen Superintendentur Eisfeld.

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